BERLINER TESTAMENT

 


Wechselseitige Verfügungn die der eine Ehegatte nur deshalb trifft, weil der andere auch in bestimmter Weise verfügt hat, sind die wesentlichen Merkmale des Berliner Testament.


Haben sich Ehegatten beim Tode des Erstversterbenden gegenseitig als Erben eingesetzt und verfügt, dass beim Tode des Zweitversterbenden der Nachlass an die gemeinsamen Kinder fallen soll, so kann der Überlebende seine Verfügung zu Gunsten der Kinder nach dem Tode des Erstverstorbenen nicht mehr widerrufen.

 

  1. überlebende Ehegatte kann frei verfügen

  2. kann mit dem ererbten Vermögen machen was er will

  3. beeinträchtigende Schenkung sind wirksam,

  4. Schlusserbe kann nach Tode des Erblassers vom Beschenkten die Herausgabe des Geschenks verlangen, wenn die Schenkung in der Absicht gemacht worden ist, den Schlusserben zu beeinträchtigen.

 

Gemeinschaftliches Testament

 

Ein gemeinschaftliches Testament kann durch

  1. Ehegatten und

  2. Lebenspartner einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft

  3. nicht Verlobte

  4. nicht nichteheliche Lebensgemeinschaft

  5. nach dem Tode des Erstversterbenden keine Testamentsveränderung

errichtet werden. 

 

Bei der Form des Berliner Testamentes ist zu berücksichtigen:

 

  1. ein Ehegatte (Lebenspartner) das Testament eigenhändig schreibt + unterschreibt

  2. und der andere es lediglich unterschreibt.